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Dezember

2023

I. MANNSCHAFT

Robin-Dag Bührmann und die besonderen Rollen beim SSV Dhünn

Er steht beim SSV Dhünn nicht nur für die pure Identifikation.

Er ist Kapitän, Führungsspieler und unverzichtbarer Kommunikator beim SSV Dhünn. Doch nicht nur das: Robin-Dag Bührmann steht im Kader des Fußball-Bezirksligisten auch für die uneingeschränkte Vereinsidentität.

Und obwohl dieses Prädikat längst nicht nur auf ihn zutrifft, nimmt der 35-Jährige eine besondere Rolle ein, wie sein Trainer zu berichten weiß: "Er ist ein feiner Kerl mit einem feinen linken Fuß", sagt Dennis Schmidt. "Abseits des Platzes ist er nicht nur eine gern gesehene Person, sondern fungiert beispielsweise auch auf Weihnachtsfeiern, Hochzeiten und Veranstaltungen als Moderator - trotz Hang zur Übertreibung."

Fest steht auch: Bührmann ist einer dieser vielzitierten "Typen", von denen es angeblich im Fußballgeschäft immer weniger gibt. Sein Wort hat Gewicht, seine Meinung ist gefragt. Und das nicht nur bei der sehr unterhaltsamem Rubrik "Frage der Woche", die die Dhünner auf ihrem Instagram-Kanal immer wieder stellen.

Innerhalb der Mannschaft genießt Robin-Dag Bührmann einen hohen Stellenwert. Oder besser gesagt "Robsen" Bührmann, wie ihn fast alle nennen. "Nur meine Mutter, Oma und Schwester nicht", sagt der gebürtige Dhünner schmunzelnd.

Beinahe logisch, dass er auch beim SSV mit dem Fußballspielen begonnen hat. Schon damals an der Seite von Schmidt, dessen Vater Rolf als Trainer fungierte. Ab der C-Jugend wechselte Bührmann dann auch mal zum SV 09/35 Wermelskirchen, wo diesmal sein Vater Joachim die Teams trainierte und er beispielsweise mit "Pille" Frohn oder auch Tayfun Pektürk, der es später in Deutschland (Greuther Fürth) und der Türkei (Istanbul Basaksehir) in die 1. Liga schaffte, zusammenspielte.

Nach kurzer Rückkehr zur Staelsmühle zum Ende seiner Zeit im Jugendbereich und einem weiteren Kurz-Intermezzo im Seniorenbereich im Eifgen verschlug es Bührmann 2007 für zehn Jahre in den Schwarzwald. "Es war mir schon früh klar, dass ich hier mal raus wollte", erzählt er.

Nach abgeschlossenem Fach-Abi und Zivildienst bot sich die Gelegenheit, nach Leinstetten zu ziehen. Weil Bührmann eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann antreten konnte - und seine auf Mallorca kennengelernte Freundin dort lebte.

Die Entscheidung bereute er nicht, auch wenn nicht nur die Beziehung in die Brüche ging, sondern auch sein Kreuzband im rechten Knie bei Spielen für den SV Lichtenfels-Leinstetten (Kreisliga A und B) riss. Gleich zwei Mal. "Da unten spielt man ja nur auf Naturrasen", wusste der Linksfuß plötzlich wieder die Vorzüge der Dhünner Asche zu schätzen. "Auf die habe ich mich bei meiner Rückkehr tatsächlich gefreut."

Immerhin dreieinhalb Jahre lang, ehe 2020 der Kunstrasen eingeweiht wurde, durfte Bührmann das staubige Geläuf noch "genießen." Und das in einem Team mit seinem Bruder Joschka (29). Womit für ihn ein Traum in Erfüllung ging.

Fast zeitgleich kehrte auch Dennis Schmidt nach seinen höherklassigen Karrierejahren nach Dhünn zurück. Nach der Wiedervereinigung der Kumpels stellte sich die Frage der Rückennummer. Beide trugen zuvor immer (Bührmann) beziehungsweise häufiger (Schmidt) die 10. "Dem Schmiddy steht die aber besser", sagt Robin-Dag Bührmann, der die 8 übernahm. "Das ist ja eher die Arbeiternummer und passt somit zu mir."

In naher Zukunft könnte es aber auch die 1 werden. Wegen anhaltender Oberschenkelprobleme ("Eine Alterserscheinung") erwägt der 35-Jährige, die Karriere in der Ersten zu beenden und als Torwart in die 2. Mannschaft zu gehen. In der Jugend hatte er auch schon zwischen den Pfosten gestanden. "Dadurch würde sich der Kreis quasi schließen", erklärt Bührmann.

Doch so lange er in der Ersten gebraucht werde, wolle der leidenschaftliche HSV- und Football-Fan an Bord bleiben. Ob als Kapitän, Führungsspieler, Moderator - oder Spitznamen-Geber.

Denn immer, wenn ein neuer Spieler zur Staelsmühle wechselt, bekommt er von Bührmann gleich einen neuen Namen verpasst. Und das aus einem simplen Grund: "Ich kann mir die normalen Namen einfach nicht merken."

rga, 8.12.2023


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