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VEREIN
30.03.2017
Eifgen: Kunstrasen steht noch in Frage
Der Arbeitskreis Bäder hatte die Variante vorgeschlagen. Es gibt aber auch Vorbehalte. Stadt muss prüfen.
„Grüne Asche“ oder Kunstrasen? In Wermelskirchen ist das zurzeit ein Diskussionsthema. Vor allem bei den betroffenen Vereinen. Die neue Situation: Der SV09, der zuvor geäußert hatte, auch mit der günstigeren Variante „Grüne Asche“ zufrieden zu sein, könnte jetzt doch Kunstrasen bekommen. Das war zumindest ein Vorschlag des Arbeitskreises Bäder bei der Verwaltung. Dessen Mitglieder sehen das Hallenbad auf dem ehemaligen Tennenplatz im Eifgen. Somit wäre dort der geplante Fußballplatz obsolet. Und weil man auf den jetzigen Naturrasenplatz unterhalb die Grüne Asche nicht problemlos verlegen kann, hatten die Mitglieder des Arbeitskreises den Kunstrasen wieder ins Spiel gebracht – zur Freude des SV09-Vorstandes.

Auch das Eifgen hat als Standort so seine Tücken

Es ist indes keineswegs sicher, dass in den nächsten Jahren die Kicker im Eifgen auf Kunstrasen spielen. „Wir prüfen jetzt diese Variante“, sagt Beigeordneter Jürgen Graef auf Nachfrage. Fakt ist, dass es einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2016 gibt, laut dem für Wermelskirchen zwei Kunstrasenplätze vorgesehen sind. „Natürlich ist der Rasenplatz auch die bessere Variante als der Tennenplatz, weil ja nicht nur die Vereinsfußballer diesen Platz nutzen, sondern auch die Schulen“, unterstreicht Graef. Auch der Hallenbad-Standort auf dem jetzigen Tennenplatz sei praktisch alternativlos: „Dem vielfachen Wunsch, das Hallenbad am jetzigen Standort zu belassen, können wir kaum nachgehen, weil wir das Bad sonst für gut zwei Jahre schließen müssten. Das würde Kunden abziehen.“

Allerdings hat das Eifgen als Kunstrasenplatz-Standort auch so seine Tücken. In vergangenen Ausschüssen war schon mal von störendem Laub und einer ungünstigen Lage die Rede. „Ich glaube auch erst an Kunstrasen bei uns, wenn ich draufstehe“, räumt Kai Socha vom SV09 ein.

Nötig habe der Verein eine Veränderung allemal: „Durch den schlechten Zustand des Platzes, vor allem im Winter, müssen wir den Spielbetrieb immer wieder unterbrechen.“ Die Folge: Die Spieler müssen sich an immer neue Gegebenheiten gewöhnen und – schlimmer noch: Spieler und Trainer wandern zu anderen Vereinen ab.

Das ist auch für Tura Pohlhausen-Fußball ein Problem: „Viele von uns sind wegen des fehlenden Kunstrasens nach Bergisch Born oder zu Tura Süd nach Remscheid abgewandert“, erzählt Tura-Geschäftsführer Dirk Hohlmann. Deshalb fiel in Pohlhausen jetzt die Entscheidung: Was der süddeutsche „Rasenpapst“ Clemens Mehnert als das Nonplusultra für Fußballer anpreist, kann auch im Bergischen nicht verkehrt sein. Auf der Hauptversammlung beschlossen die Mitglieder jetzt, dass sie bei der Stadt den Antrag stellen wollen, den jetzigen Tennenplatz im Jahr 2018 in eine „Grüne Asche“ umzuwandeln. „Die Qualität kommt zwar nicht an einen Kunstrasenplatz heran, ist aber deutlich besser als bei einem Rasen- oder Tennenspielfeld“, erklärt Dirk Hohlmann. Mit der Planung der Verwaltung, das Eifgen-Stadion in Kunstrasen zu verwandeln, sehe der Tura-Vorstand jetzt keine Chance mehr, dass man selbst den Zuschlag für die teure Variante bekomme.

Die Voraussetzungen für einen Platz mit „Grüner Asche“ indes seien in Pohlhausen laut Gutachten gut. Und: Die Kosten spielen eine Rolle. Hohlmann taxiert einen Betrag von etwa 100 000 Euro für die Grüne Asche am Silberberg. 50 000 Euro könnte der Verein möglicherweise selbst übernehmen.

In Dabringhausen ist man schon in Wartestellung. Am 13. April läuft am Höferhof das letzte Heimspiel des DTV auf Naturrasen. „Dann warten wir auf den Startschuss der Verwaltung für den Kunstrasen-Bau“, sagt Markus Leonhardt vom DTV. "

PROBLEM: Die Situation beim SSV Dhünn ist derzeit noch unklar. Nach einer Prüfung hatte sich herausgestellt, dass der dortige Tennenplatz für eine Grüne Asche aufgrund der Lage nicht geeignet ist. Sollte der SV09 den Kunstrasen bekommen, wäre auch das Thema Kunstrasen in Dhünn erstmal vom Tisch.

rga, Anja Carolina Siebel, 30.3.2017



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